Homeoffice

Produktiver im Homeoffice

Die drei entscheidenden Säulen

Effizientes Arbeiten in den eigenen vier Wänden

Wir gewöhnen uns an alles. Der Platz am Wohnzimmer- oder Küchentisch ist mittlerweile mit allem ausgestattet, was sich sonst im Büro findet. Auf ein gelegentliches Wiedersehen mit den Kollegen oder Kunden, wenn auch nur via Bildschirm, freuen wir uns bereits eine Stunde vorher. Sogar die Betreuung der Kinder hat sich zwischenzeitlich eingependelt, wenn auch eher irgendwo zwischen „Geh doch mal in dein Zimmer“ und „Gibt es nicht noch ein YouTube-Video, das du gucken kannst?“, als in pädagogisch anspruchsvollen Sphären.

Homeoffice 2.0

Arbeiten von zu Hause ist für viele Menschen mittlerweile Alltag. Doch zwischen der Freude über kurze Wege und mehr Zeit für die Familie treten neue Probleme auf. Die Konzentration auf komplexe Aufgaben fällt mitunter schwer. Ablenkungen lassen sich nicht immer ignorieren. Auftretende Verspannungen in Nacken und Rücken stören die Produktivität. Und das mangelnde Feedback der Kollegen macht kreative Prozesse oft zäh und langweilig.

Die gute Nachricht: Eine ganze Reihe Unternehmen arbeitet daran, für diese Probleme Lösungen zu entwickeln. Manche erfordern, dass ein wenig in Ihren Heimarbeitsplatz investiert werden muss. Für andere müssen Sie Ihren Alltag oder Ihre Umgebung etwas umstrukturieren. Doch alle sind leicht umsetzbar und helfen langfristig dabei, Ihre Zeit im Homeoffice zu verbessern.

Kreativität in Schwung bringen

Am schwierigsten fällt es vielen Menschen, im Homeoffice kreativ zu bleiben. Wenn der real-life-Austausch mit Kollegen entfällt und die Menschen im Homeoffice auf sich allein gestellt sind, kann die zündende Idee bisweilen lange auf sich warten lassen. Denn Kreativität erfordert Input von außen. Und den gibt es im Homeoffice nicht. Oder?

  • Kommunikation: Sprechen Sie mit anderen. Es ist tatsächlich egal, mit wem. Ihr Partner bringt möglicherweise eine völlig neue Sichtweise ein. Oder Ihr Kind zeigt eine Lösung auf, die Ihnen entgangen ist. Sogar Ihr Hund kann helfen. Und die Kollegen freuen sich sowieso, von Ihnen zu hören. Und sind bestimmt bereit, ein paar Minuten ihrer Zeit in einen kurzen Austausch zu investieren.
  • Platzwechsel: Neue Perspektiven schaffen frische Ideen. Werfen Sie Ihre Routinen über Bord und suchen Sie sich für die nächsten paar Stunden einen neuen Arbeitsplatz. Küchentisch? Kinderzimmer? Balkon? Klar. Sogar die Badewanne ist erlaubt, um die Gedanken in Schwung zu bringen.
  • Ausspannen: Viele gute Ideen kommen einem bekanntlich unter der Dusche. Das Prinzip funktioniert jedoch ebenfalls bei anderen Gelegenheiten. Lenken Sie sich mit Haushaltsaufgaben ab, gehen Sie joggen oder lesen Sie ein paar Seiten in Ihrem Lieblingsbuch. Kommen Sie runter und raus aus dem Trott. Lassen Sie Ihr Unterbewusstsein weiter grübeln. Und starten dann mit frischem Kopf ins nächste Brainstorming.

Produktivität im Homeoffice beibehalten

Viele Arbeitgeber stehen dem Homeoffice skeptisch gegenüber. Sie befürchten, dass die Leistung der Mitarbeiter erheblich nachlässt, wenn diese zu Hause und nicht mehr im Büro sitzen. Das mag in Einzelfällen auch so sein. Studien belegen aber deutlich, dass meist das Gegenteil der Fall ist. Der Stress sinkt, Job und Familie lassen sich besser vereinen, die allgemeine Zufriedenheit steigt.

Dennoch gibt es Störfaktoren, die für Ablenkung sorgen. Gelangweilte Kinder zählen dazu. Aber auch eine unzureichende technische Ausstattung, zu viel Alltags-Ablenkung und Verspannungen aufgrund unpassender Möblierung sind hier die meistgenannten Probleme. Doch hierfür gibt es bereits passende Lösungen.

  • Organisation und Ordnung: Eine der wichtigsten Regeln für effizientes Arbeiten im Homeoffice ist eine klare Struktur. Mit Ablagen, einem festen Platz im Regal und anderen Ordnungshelfern sorgen Sie dafür, dass Sie jederzeit den Überblick behalten. Auch ein Whiteboard oder – etwas altmodischer – eine Pinnwand, unterstützen dabei, nichts Wichtiges aus den Augen zu verlieren.
  • Licht und Schatten: Sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung an Ihrem Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden. Das beugt Müdigkeit vor und verhindert Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme. Am besten Tageslicht und den Sitzplatz parallel zum Fenster platzieren. So haben Sie den Tag über in etwa immer die gleichen Licht-Verhältnisse und werden auch nicht von direkter Sonneneinstrahlung oder Spiegelungen genervt.
  • Lampen: Wenn Sie lieber abends arbeiten oder die Räumlichkeiten es nicht anders zulassen, ist eine durchdachte Beleuchtung Wie diese genau aussehen muss, hängt von Ihren Räumlichkeiten ab. Eine erste Orientierung bietet Stefan in seinem Blog „Ergonomie am Arbeitsplatz“. Besonders wenn Sie oft mit Kopfschmerzen oder Konzentrationsproblemen zu kämpfen haben, ist eine Beratung vom Fachmann grundsätzlich eine gute Idee.
  • Dekoration: Verzichten Sie auf unnötigen Klimbim. Familienfotos und Gebasteltes der Kinder sind zwar nett, aber zu Hause auf dem Arbeitstisch kaum nötig. Trennen Sie Arbeit von Privat – und Dekorationen gehören in den privaten Bereich. Grüne Akzente setzen Sie gezielt mit Zimmerpflanzen, gönnen Sie sich die Vintage-Ablage, die Sie immer schon haben wollten oder stellen Sie etwas auf, was an Ihr Büro in der Firma erinnert.

Konzentration bewahren

Die Technik haben wir mittlerweile im Griff. Die neuen Abläufe zu Hause werden langsam Routine. Und auch die Abstimmung mit Kollegen und Vorgesetzen läuft via Zoom- oder Teams-Meeting rund. Jetzt ist es an der Zeit, wieder produktiver zu werden. Größte Hürden auf dem Weg dorthin: Kinder, Alltagsablenkungen, gesundheitliche Beschwerden.

  • Grenzen schaffen: In fast jedem Haushalt gibt es Räumlichkeiten, die den Tag über kaum genutzt werden. Das kann ein breiter Flur sein, der Platz unter der Treppe, aber auch das Schlaf- oder sogar Wohnzimmer. Richten Sie sich diese Ecke extra fürs Arbeiten ein, vielleicht sogar mit einem schönen akustisch wirksamen Raumtrenner. So schaffen Sie eine Grenze zwischen Heim und Büro, die Ihnen dabei hilft, Ihre Umgebung auszublenden und konzentriert zu bleiben.
  • Fokus setzen: Entfernen Sie Alltagskram und andere Ablenkungen. „Aus den Augen, aus dem Sinn“, ist die Devise. Gerade dann, wenn Sie sich leicht ablenken lassen, ist dieser Schritt unumgänglich, um fokussiert arbeiten zu können.
  • Schreibtisch: Sorgen Sie für ausreichend Platz. Je mehr Zeit Sie an Ihrem Schreibtisch verbringen, desto größer muss dieser sein. Denn für Zettel, Ordner und Notizen ist einiges an Fläche erforderlich, wenn Sie die Übersicht behalten wollen. Bei Rückenproblemen kann ein höhenverstellbarer Schreibtisch die optimale Lösung darstellen, denn der Wechsel zwischen Arbeiten im Sitzen und Stehen entlastet die Wirbelsäule, den Becken- und Schulterbereich.
  • Bürostuhl: Nicht jeder Stuhl ist für dauerhaftes Sitzen gemacht. Investieren Sie deshalb in einen ergonomischen, hochwertigen Bürostuhl, der Rücken, Becken und Wirbelsäule unterstützt. Sie werden bereits nach kurzer Zeit feststellen, wie wertvoll diese Anschaffung ist.

Investieren Sie auch im Homeoffice in Gesundheit und Wohlbefinden

Um einen Arbeitsplatz zum Wohlfühlen und produktiven Arbeiten in den eigenen vier Wänden zu schaffen, ist einiges an Aufwand nötig. Doch der zahlt sich aus. Gerade dann, wenn Sie auch nach der Pandemie weiter zu Hause arbeiten wollen, sind die Investitionen in ergonomische Büromöbel absolut nötig. Sowohl für Ihre Gesundheit, als auch für Ihre Leistungsfähigkeit. Mit einigen kleinen Helfern bringen Sie zudem spielend Ordnung in Ihren Home-Arbeitsplatz und haben alles, was Sie brauchen, stets im Griff.

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